Ausstellung

"Unsichtbare Held:innen – Zwischen Alltag und Pflege"

Die Ausstellung „Unsichtbare Held:innen – Zwischen Alltag und Pflege“ zeigt einzigartige Geschichten, die oft ungesehen bleiben: junge Erwachsene, die ihre Angehörigen pflegen, geben durch bewegende Fotografien und persönliche Texte Einblicke in ihren Alltag. Zwischen Ausbildung, Studium, Beruf und dem Erwachsenwerden übernehmen sie gleichzeitig Verantwortung für nahestehende pflegebedürftige Menschen – oft ohne darüber zu sprechen und häufig ohne passende Unterstützung. Die Ausstellung erzählt von den Herausforderungen und Hoffnungen, die sie prägen.

Sie möchten mehr über die Ausstellung erfahren?

Die Ausstellung ist auf Basis der partizipativen Forschungsmethode „Photovoice“ entstanden , welche im Rahmen von Kraft-Copilot durchgeführt wurde. Die Methode zielt darauf ab, Menschen aktiv in den Forschungsprozess einzubeziehen und ihnen eine Stimme zu geben, indem sie ihre Lebensrealitäten, Erfahrungen und Sichtweisen mithilfe von Fotografien dokumentieren und reflektieren. Durch die entstandenen Fotografien und Geschichten wird nicht nur Wissen über soziale, gesundheitliche oder gesellschaftliche Themen aus der Perspektive der Betroffenen generiert, sondern auch Empowerment gefördert.

Die Realisierung der Ausstellung wurde vom BMFTR und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.

Politische Handlungsempfehlungen

Die Teilnehmenden der Photovoice Methoden werden als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt anerkannt. Photovoice verfolgt somit das Ziel, individuelle Erfahrungen sichtbar zu machen, kollektive Reflexion anzuregen und diese in konkrete Handlungs- und Veränderungsbedarfe zu übersetzen. Auf dieser Grundlage wurden gemeinsam mit den jungen Pflegendee politische Handlungsempfehlungen entwickelt, die die benannten Problemlagen aufgreifen und als Impulse für soziale Veränderung sowie politische Entscheidungsprozesse dienen. Die Handlungsempfehlungen wurde an das Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt übergeben.

Rückschau auf unsere Photovoice-Ausstellung

Foto in der Ausstellung mit 3 Siluetten von Besucherinnen

Die Ausstellung auf der PartWiss Konferenz in Leipzig

Vom 12.-14.11.2025 zeigten wir Teile der Ausstellung auf der PartWiss Konferenz in Leipzig. Gemeinsam mit Besucher:innen der Konferenz, die sich mit dem Thema Partizipation in der Wissenschaft beschäftigt, diskutierten wie durch partizipative Methoden Forschung auf Augenhöhe mit vulnerablen Gruppen stattfinden kann.

Foto von der Eröffnungsveranstaltung 2025 mit Grußworten von Staatsministerin Petra Köpping

Auftakt und Eröffnung der Ausstellung im COSMO Wissenschaftsforum in Dresden

Am 18.08.2025 haben wir gemeinsam mit jungen pflegenden Erwachsenen die Ausstellung „Unsichtbare Held:innen – Zwischen Alltag und Pflege“ eröffnet. Mit Grußworten von Staatsministerin Petra Köpping, Juliane Pfeil (MdL) und Prof. Dr. Thomas Köhler sowie einer bewegenden Podiumsdiskussion mit einer Co-Forschenden der Photovoice-Methode startete eine besondere Reise.

Die Ausstellung war zwischen dem 19.08. und 04.09.2025 im COSMO Wissenschaftsforum in Dresden zu sehen – und hat mit bewegenden Geschichten und eindrücklichen Bildern die Erfahrungen junger Menschen sichtbar gemacht. Fast 350 Besucher:innen haben sie erlebt! 

Begleitet wurde sie von einem vielfältigen Rahmenprogramm: Von einem offenen UX-Dresden-Abend über einen Workshop und Austausch bei „Pflegeleicht?! – Feierabend für junge Pflegende & Friends“ bis hin zu spannenden Gesprächen mit Besucher:innen. Besonders die Reflexionsfragen in der Ausstellung haben intensive Diskussionen angestoßen: Wann beginnt eigentlich Pflege? Was zählt alles dazu? Führungen für Schulklassen und Fachgruppen gaben zusätzliche Denkanstöße.

Auch unsere Kraft-Copilot Plattform konnte ausprobiert und Rückmeldungen zu UX-Design und Gestaltung gegeben werden. Die Ausstellung war aus unserer Sicht ein großer Erfolg, hat uns beflügelt und gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Pflegenden eine Stimme zu geben.

Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer:innen und Interessierten.